Google-Ads-Anzeige abgelehnt — bearbeiten oder Einspruch einlegen
Die Ablehnung betrifft die einzelne Anzeige, nicht das Konto — das ist der wichtigste Unterschied zur Kontosperrung. Der Rest der Kampagne läuft weiter, was den Fehler leicht übersehbar macht: Die Zahlen sinken, ohne dass etwas offensichtlich kaputt ist.
Was der Status konkret bedeutet
Google formuliert die Folge eindeutig: "Sie wird erst wieder ausgeliefert, nachdem der Richtlinienverstoß behoben und die Anzeige nochmals freigegeben wurde." (Google Ads-Hilfe)
Zwei Bedingungen also, nicht eine: beheben und erneut freigeben lassen. Eine korrigierte Anzeige läuft nicht sofort, sondern nach der erneuten Prüfung.
Die zwei Wege zurück
Google nennt beide in einem Satz: "Sie müssen Ihre Inhalte so bearbeiten, dass sie den Google Ads-Richtlinien entsprechen, und die Anzeigen zur Überprüfung einreichen oder Einspruch gegen die Richtlinienentscheidung einlegen, um den Verstoß zu beheben." (Google Ads-Hilfe)
| Weg | Wann sinnvoll | Was passiert |
|---|---|---|
| Anzeige bearbeiten | Der Verstoß ist nachvollziehbar | Automatische erneute Prüfung |
| Einspruch einlegen | Sie halten die Entscheidung für falsch | Manuelle Überprüfung der Entscheidung |
Bearbeiten löst die Prüfung selbst aus
Ein Punkt, der Zeit spart: Sie müssen nach einer Änderung nichts einreichen. "Ihre Anzeige wird automatisch noch einmal überprüft." (Google Ads-Hilfe)
Das heißt auch: Jede Bearbeitung startet den Prüfzyklus neu. Wer eine Anzeige mehrfach hintereinander leicht ändert, verlängert die Zeit ohne Auslieferung — besser einmal sauber korrigieren als dreimal probieren.
Warum die Ablehnung oft übersehen wird
Weil das Konto normal aussieht. Kampagne aktiv, Budget vorhanden, nur eine Anzeige liefert nicht mehr aus. In einer Anzeigengruppe mit mehreren Anzeigen fällt der Rückgang zunächst nicht auf — die verbleibenden Anzeigen übernehmen den Traffic, meist zu schlechterer Leistung.
Wenn eine Kampagne dagegen gar keine Impressionen mehr bringt, ist die Ablehnung nur eine von fünf möglichen Ursachen. Die Prüfreihenfolge steht im Ratgeber zu fehlenden Impressionen.
Was wir daraus als Routine machen
- Nach jedem Anzeigen-Upload am Folgetag den Status prüfen, nicht erst bei fallenden Zahlen.
- Bei einer Ablehnung: den genannten Richtlinienverstoß lesen, bevor irgendetwas geändert wird — raten kostet einen weiteren Prüfzyklus.
- Bei wiederholten Ablehnungen derselben Art: die Ursache im Angebot oder auf der Landingpage suchen, nicht im Anzeigentext.