Impressionen, aber keine Klicks — woran es liegt

Von Mohammad Danyal Shahzad · Aktualisiert am

Impressionen ohne Klicks heißt: Die Anzeige kommt in die Auktion, überzeugt aber nicht. Google zerlegt das in drei bewertete Komponenten — Voraussichtliche Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Landingpage. Steht eine davon auf unterdurchschnittlich, ist das der Ansatzpunkt, nicht das Gebot.

Der Reflex bei ausbleibenden Klicks ist, das Gebot zu erhöhen. Das kauft mehr Sichtbarkeit für dieselbe Anzeige, die schon nicht funktioniert — und macht den Klick teurer, wenn er kommt. Sinnvoller ist, dort anzusetzen, wo Google selbst die Bewertung vornimmt. Voraussetzung: Sie haben tatsächlich Impressionen. Wenn nicht, gilt zuerst der Ratgeber zu fehlenden Impressionen.

Die drei Komponenten, die Google bewertet

Google benennt sie so: "Voraussichtliche Klickrate", "Anzeigenrelevanz" und "Nutzererfahrung mit der Landingpage" (Google Ads-Hilfe).

Im Konto steht neben jeder ein Status. Steht dort unterdurchschnittlich, hat Google Ihnen bereits gesagt, wo das Problem liegt — die meisten Konten schauen nie hin.

KomponenteBeantwortet die Frage
Voraussichtliche KlickrateWird auf diese Anzeige überhaupt geklickt?
AnzeigenrelevanzPasst die Anzeige zur Suchanfrage?
Nutzererfahrung mit der LandingpageHält die Seite, was die Anzeige verspricht?

Wenn die Anzeigenrelevanz unterdurchschnittlich ist

Googles Empfehlung ist konkret und betrifft die Sprache, nicht das Budget: "Stimmen Sie den Anzeigentext besser auf die Suchbegriffe der Nutzerinnen und Nutzer ab." (Google Ads-Hilfe)

Praktisch heißt das: Der Suchbegriff, den jemand tatsächlich eintippt, sollte in der Anzeige vorkommen — nicht Ihre interne Produktbezeichnung. Der Suchbegriffe-Bericht zeigt, was die Leute wirklich suchen; die Lücke zwischen dieser Sprache und Ihrer Anzeigensprache ist meist die ganze Erklärung.

Wenn die voraussichtliche Klickrate unterdurchschnittlich ist

Hier geht es um das Angebot selbst: "Bearbeiten Sie Ihren Anzeigentext, um das Angebot für Ihre Zielgruppe attraktiver zu machen" (Google Ads-Hilfe).

Und um den Grund, ausgerechnet Sie zu wählen: "Heben Sie einen besonderen Vorteil Ihres Produkts oder Ihrer Dienstleistung hervor, beispielsweise den kostenlosen Versand." (Google Ads-Hilfe)

Auf einer Suchergebnisseite stehen vier Anzeigen, die dasselbe versprechen. Wer nichts Konkretes nennt — Preis, Lieferzeit, Bedingung, Zahl —, wird übersprungen.

Warum das nicht nur die Klicks betrifft

Diese Bewertung ist kein Schulnotensystem, sie wirkt auf die Auktion. Eine Anzeige, die niemand anklickt, wird nicht nur seltener geklickt — sie wird auch teurer eingekauft. Deshalb ist die Textarbeit meist die billigere Maßnahme als die Gebotserhöhung.

Was wir zuerst prüfen

  1. Suchbegriffe-Bericht: Welche Anfragen lösen die Anzeige tatsächlich aus? Unpassende raus als Negativ-Keywords.
  2. Deckt der Anzeigentext genau diese Sprache ab?
  3. Steht das Konkrete (Preis, Frist, Bedingung) sichtbar in der Anzeige?
  4. Landet der Klick auf einer Seite, die dasselbe verspricht — oder auf der Startseite?

Wenn Klicks kommen, aber nichts daraus wird, ist das wieder ein anderes Thema: dann fehlt es an Conversion-Tracking oder an der Landingpage, nicht an der Anzeige.

Kostenlose Analyse statt Verkaufsgespräch

Wir zeigen Ihnen kostenlos, ob und wo sich Google Ads oder Meta Ads für Ihr Unternehmen rechnen — mit ehrlichen Zahlen. Wenn es sich für Sie nicht lohnt, sagen wir das auch.

Kostenlose Erstberatung buchen →

Oder Anfrage über das Kontaktformular senden

Mohammad Danyal Shahzad

Gründer, Digital Marketing Remote

Danyal betreut seit 2022 Google-Ads- und Meta-Ads-Kampagnen — 72 Projekte in 15 Ländern mit über 1,7 Mio. € nachweisbar generiertem Umsatz. LinkedIn