Google Ads kündigen — die drei Wege, Kosten zu stoppen
Wer Google Ads kündigen will, meint meistens eines von zwei Dingen: die laufenden Kosten stoppen — oder ganz aussteigen. Google behandelt das als drei verschiedene Vorgänge mit sehr unterschiedlichen Folgen, und einer davon lässt sich nicht rückgängig machen. Dieser Ratgeber trennt die drei sauber und stützt sich dabei auf Googles eigene Hilfeseiten.
Gibt es überhaupt eine Kündigungsfrist?
Nein. Google Ads läuft ohne Mindestlaufzeit: Sie schalten Anzeigen, solange Sie wollen, und stoppen sie, wann Sie wollen. Zum Pausieren schreibt Google: "Sie können Ihre Anzeigen beliebig lange pausieren und die Schaltung der Anzeigen bei Bedarf fortsetzen." (Google Ads-Hilfe)
Eine Kündigungsfrist kann es trotzdem geben — allerdings nicht gegenüber Google, sondern gegenüber Ihrer Agentur. Das sind zwei getrennte Verträge: Der Agenturvertrag regelt die Betreuung, das Google-Ads-Konto gehört davon unabhängig Ihnen. Wie die Übergabe abläuft, steht im Ratgeber zum Agenturwechsel.
Die drei Wege im Vergleich
| Vorgang | Kosten | Umkehrbar? | Wofür geeignet |
|---|---|---|---|
| Kampagne pausieren | Stoppen | Ja, jederzeit | Saison, Lieferengpass, Tracking-Umbau |
| Kampagne entfernen | Stoppen | Nein | Kampagnen, die Sie nie wieder brauchen |
| Konto auflösen | Stoppen | Ja, Reaktivierung möglich | Dauerhafter Ausstieg |
Pausieren: der Normalfall
Pausieren ist der Vorgang, den die meisten eigentlich suchen. Er stoppt die Ausgaben, ohne irgendetwas aufzugeben.
Zu den Kosten ist Google eindeutig: "Solange Ihre Anzeigen pausiert sind, fallen keine Kosten an." (Google Ads-Hilfe)
Und zur Substanz: "Wenn Sie die Anzeige pausieren, bleibt sie zur späteren Verwendung gespeichert und Sie müssen sie nicht neu erstellen" (Google Ads-Hilfe).
Das Konto bleibt dabei aktiv. Kontostruktur, Anzeigen, Keywords und die Verlaufsdaten bleiben, wo sie sind — was wichtig ist, wenn Sie später wieder starten wollen, weil Sie dann nicht bei null anfangen.
Ein Punkt, den Sie trotzdem prüfen sollten: Kosten, die vor dem Pausieren entstanden sind, werden weiterhin abgerechnet. Pausieren wirkt ab dem Moment des Pausierens, nicht rückwirkend.
Entfernen: der Weg ohne Rückfahrkarte
Entfernen klingt harmloser, als es ist. Google schreibt: "Wenn Sie eine Kampagne entfernen, wird sie endgültig beendet. Sie können sie nicht fortsetzen oder wiederherstellen." (Google Ads-Hilfe)
Der gemeinsame Effekt von beidem: "Wenn Sie eine Kampagne pausieren oder entfernen, werden die entsprechenden Anzeigen nicht mehr ausgeliefert." (Google Ads-Hilfe) — die Anzeigen stoppen also in beiden Fällen. Nur eine der beiden Optionen lässt sich zurücknehmen.
Die Daten sind nicht komplett weg, aber eingefroren: "Sie können weiterhin die Leistungsdaten der Kampagne aufrufen, aber ihre Einstellungen nicht bearbeiten." (Google Ads-Hilfe)
Praktisch heißt das: Wenn Sie unsicher sind, pausieren Sie. Entfernen ist für Kampagnen gedacht, die Sie garantiert nie wieder brauchen — und selbst dann bringt es Ihnen gegenüber dem Pausieren keinen Vorteil bei den Kosten.
Konto auflösen: nur beim echten Ausstieg
Die dritte Stufe betrifft nicht einzelne Kampagnen, sondern das ganze Konto. Sie ist der richtige Schritt, wenn Sie Google Ads dauerhaft beenden — mit eigenen Folgen für Restguthaben, Daten und Reaktivierung. Der komplette Ablauf inklusive Erstattungsfristen steht im Ratgeber zur Kontoauflösung.
Kurz: Anzeigen enden innerhalb von 24 Stunden, offene Kosten bleiben zu zahlen, das Konto bleibt anmeldbar, und ein aufgelöstes Konto lässt sich jederzeit wieder aktivieren.
Was wir Kunden dazu raten
Wenn die Kampagnen nicht liefern, ist Kündigen selten die Lösung — meistens ist es ein Zielgruppen-, Budget- oder Tracking-Problem. Ob Ihr Budget überhaupt tragfähig ist, rechnet der Ratgeber zu kleinen Budgets ehrlich durch, und was Google Ads tatsächlich kostet, steht im Kostenratgeber.
Wenn Sie stoppen wollen, weil die Betreuung nicht stimmt: Pausieren Sie die Kampagnen, lassen Sie das Konto bestehen und wechseln Sie die Betreuung. Das Konto gehört Ihnen — nicht der Agentur.