Google-Ads-Kampagne erstellen — und was vorher fertig sein muss
Eine Kampagne anzulegen dauert zehn Minuten. Dass sie etwas bringt, entscheidet sich vorher. Dieser Ratgeber nennt beides: den dokumentierten Ablauf und die Vorarbeit, die in Schritt-für-Schritt-Anleitungen meist fehlt.
Der offizielle Klickpfad
Google beschreibt ihn so: "Klicken Sie in Ihrem Google Ads-Konto auf das Symbol für Kampagnen" — dann weiter über das Drop-down-Menü, und schließlich: "Klicken Sie auf das Pluszeichen und wählen Sie Neue Kampagne aus." (Google Ads-Hilfe)
Erst das Ziel, dann der Typ
Die Reihenfolge ist keine Formalität: "Wählen Sie das Zielvorhaben der Kampagne aus und folgen Sie dann der Anleitung in Google Ads." (Google Ads-Hilfe)
Und daraus folgt die Auswahl des Typs: "Wählen Sie einen Kampagnentyp aus. Wenn Sie ein Zielvorhaben festgelegt haben, sehen Sie Vorschläge für Kampagnentypen, mit denen Sie es am besten erreichen." (Google Ads-Hilfe)
Wer den Kampagnentyp zuerst nach Gewohnheit wählt und das Ziel danach passend macht, dreht die Logik um — und bekommt Vorschläge, die zum falschen Zweck optimieren.
Was vor dem Start fertig sein sollte
| Vorarbeit | Warum vorher |
|---|---|
| Conversion-Tracking | Ohne Conversions lernt keine Gebotsstrategie — siehe Lernphase |
| Zielseite | Der Klick muss auf einer Seite landen, die das Anzeigenversprechen einlöst |
| Budget mit Rechnung dahinter | Zu kleines Budget führt zu zu niedrigen Geboten und damit zu null Impressionen |
| Negativ-Keywords | Spart ab Tag eins Streuverluste statt sie erst nachträglich zu bereinigen |
Das Konto selbst können Sie übrigens anlegen, ohne sofort eine Kampagne zu starten — der dokumentierte Weg dazu steht im Ratgeber zum Konto ohne Kampagne. Genau so sollte die Reihenfolge sein: Konto, Tracking, dann Kampagne.
Nach dem Start
Rechnen Sie mit einer Anzeigenprüfung, bevor überhaupt etwas läuft, und danach mit der Lernphase, bevor die Zahlen aussagekräftig sind. Beides ist dokumentiert und beides dauert länger, als die meisten erwarten:
- Anzeigenprüfung: in der Regel 24 bis 48 Stunden, bei neuen Konten länger — Details.
- Lernphase: bis zu drei Wochen oder ein bis zwei Conversion-Zyklen — Details.
In dieser Zeit möglichst wenig ändern: Jede Änderung an der Gebotsstrategie kann die Lernphase neu starten.
Wann sich der Aufwand nicht lohnt
Wenn die Rechnung vorher nicht aufgeht, macht eine sauber gebaute Kampagne sie nicht besser. Die ehrliche Break-even-Betrachtung steht im Ratgeber zu kleinen Budgets, die realen Kostenspannen im Kostenratgeber. Wenn beides passt, ist der Rest Handwerk.