Der Suchbegriffe-Bericht — wofür Sie tatsächlich bezahlen
Wenn ein Konto Geld verliert, ohne dass jemand weiß wofür, liegt die Antwort fast immer in diesem einen Bericht. Er ist der einzige Ort, an dem steht, was Nutzer wirklich eingetippt haben, bevor sie auf Ihre Anzeige geklickt haben.
Suchbegriff ist nicht Keyword
Google unterscheidet die beiden ausdrücklich: "Ein Suchbegriff ist ein Wort oder eine Wortgruppe, die ein Nutzer bei der Suche auf Google oder auf einer der Websites im Suchnetzwerk von Google eingibt" — dagegen: "Ein Keyword ist ein Wort oder eine Wortgruppe, die Google Ads-Werbetreibende einer Anzeigengruppe hinzufügen können" (Google Ads-Hilfe)
Sie buchen Keywords. Bezahlt wird für Suchbegriffe. Zwischen beiden liegt Googles Interpretation Ihrer Keyword-Optionen — und dort entstehen die Klicks, die niemand bestellt hat.
Was der Bericht zeigt
"Im Bericht zu Suchbegriffen sehen Sie, welche Leistung Ihre Anzeigen erzielt haben, wenn die Auslieferung aufgrund von Suchanfragen im Suchnetzwerk ausgelöst wurde." (Google Ads-Hilfe)
Also nicht nur, welche Anfragen ausgelöst haben, sondern mit welcher Leistung — Klicks, Kosten und Conversions pro tatsächlicher Anfrage.
Was Sie damit tun
Google nennt den direkten Weg: "Wenn ein Suchbegriff für die von Ihnen angebotenen Produkte oder Dienstleistungen nicht relevant ist, können Sie ihn als auszuschließendes Keyword hinzufügen." (Google Ads-Hilfe)
| Was Sie im Bericht sehen | Was zu tun ist |
|---|---|
| Passt, konvertiert | Als eigenes Keyword aufnehmen |
| Passt nicht zum Angebot | Als auszuschließendes Keyword eintragen |
| Kostet, konvertiert nie | Prüfen: falsche Absicht oder falsche Landingpage? |
| Jobsuche, Bastelanleitung, Definitionen | Ausschließen — Informationssuche, keine Kaufabsicht |
Wichtig beim Ausschließen: Auszuschließende Keywords decken keine ähnlichen Varianten ab. Der Singular schließt den Plural nicht mit ein — die Details stehen im Ratgeber zu auszuschließenden Keywords.
Wie oft hineinsehen?
Am Anfang wöchentlich, später alle zwei bis vier Wochen. Aber mit einer Einschränkung, die selten dabeisteht: Keywords hinzuzufügen oder zu entfernen zählt bei Google als Änderung der Zusammensetzung und kann die Lernphase neu starten. Deshalb Änderungen bündeln, statt täglich einzelne Begriffe nachzupflegen.
Was der Bericht nicht beantwortet
Er zeigt, wofür Sie zahlen — nicht, warum niemand klickt oder anfragt. Dafür sind die Anzeigenqualität (keine Klicks) und das Tracking (Conversion-Tracking) zuständig.